Abschlussgebet für den Ramersdorfer Kreuzweg


Herr Jesus Christus,
der du Sünde und Tod besiegt hast.
Du hast uns mit deinem Kreuzweg durch dein Leiden und deine Auferstehung aufgerichtet und gestärkt
und uns ein Beispiel gegeben, nach Gottes Willen zu handeln.
Begleite auch uns auf die Fürsprache der Gottesmutter Maria, die du auch uns zur Mutter gegeben hast auf unseren Lebenswegen, besonders auf schweren Abschnitten.
Am Ende unseres eigenen Weges führe uns dann durch die Auferstehung zum ewigen Leben.
Der du mit Gott, dem Vater, in der Einheit des Heiligen Geistes lebst und herrschst in alle Ewigkeit.
Amen.

Im Namen des + Vaters und des + Sohnes und des + Heiligen Geistes.
Gelobt sei Jesus Christus in Ewigkeit. Amen.

 

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Ramersdorfer Kreuzweg: 14. Station

14. Station: Der heilige Leichnam Jesu wird in das Grab gelegt.

Am Karfreitag hören wir in der Johannes-Passion von dieser Station: Jesus ist gestorben, wurde begraben und ist hinabgestiegen in das Reich der Toten, wie wir im Credo bekennen.
Bereits am Gründonnerstagabend beginnen die Heiligen Drei Tage, das sogenannte Triduum sacrum, in denen wir als Christinnen und Christen besonders das letzte Abendmahl sowie das Leiden und Sterben Christi bedenken wollen, um dann in umso größerer Freude seine Auferstehung zu feiern. Dafür gibt es am Gründonnerstag die Messe vom letzten Abendmahl, am Karfreitag die Feier vom Leiden und Sterben Jesu Christi, am Karsamstag die Gebetsstunde am Hl. Grab und schließlich die Osternacht.
Bis zur Feier der Osternacht können uns während des Triduums, über die ganze Fastenzeit hinweg oder auch im Alltag des gesamten Jahres folgende Fragen leiten: Welche Gewohnheiten, Gedanken, usw. möchte ich mit Jesus begraben? Was in meinem Leben war tot und möchte ich mit Jesus wieder auferstehen lassen? Was kann ich tun, um die Freude der Auferstehung in meinem Leben sichtbar und spürbar zu machen?

 

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14 Station

 

Ramersdorfer Kreuzweg: 13. Station

13. Station: Jesus wird vom Kreuz abgenommen und in den Schoß seiner Mutter gelegt

Als kleines Baby lag Jesus im Schoß seiner Mutter… und nun liegt dort der Gekreuzigte. Maria ist ihm Mutter: Von seinem menschlichen Entstehen im Mutterschoß bis zum Tod und darüber hinaus. Sie hat ihn nicht allein gelassen, als die meisten seiner Jünger aus Furcht geflohen waren. Sie trägt Jesus vom Anfang seines Lebens bis zum bitteren Ende. Und bei ihrem eigenen Tod schließlich trägt Jesus dann seine Mutter in den Himmel hinauf, wo sie zur Himmelskönigin gekrönt wird. Als solche ist sie auch im Ramersdorfer Gnadenbild dargestellt.
Auch wir werden von Jesus getragen: In schweren wie in leichten Zeiten. Meistens ist uns das gar nicht bewusst und wir haben vielleicht manchmal das Gefühl, verlassen zu sein und wollen mit dem am Kreuz sterbenden Jesus fragen: "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Die heute beginnende Karwoche birgt die Möglichkeit, sich neu auf die Suche nach Jesus, nach Gott zu machen: im Evangelium, im Gebet, im Alltag. Hoffentlich können wir dann sein Da-sein an Ostern ganz besonders spüren, auch in diesen schwierigen Zeiten.
Fühle ich mich oft, manchmal, nie von Jesus getragen? Bin ich überhaupt bereit, mich in seine Hände fallen zu lassen? Kann auch ich Jesus in meinem Leben zu tragen versuchen, wie seine Mutter es tat?

 

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13 Station

 

 

Ramersdorfer Kreuzweg: 12. Station

12. Station: Jesus stirbt am Kreuz.

„Und Jesus rief mit lauter Stimme: 'Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist'. Mit diesen Worten hauchte er seinen Geist aus.“ (Lk 23,46).
Jesus ist tot. Was nun? Die allermeisten seiner Jüngerinnen und Jünger haben sich zerstreut. Die Ära des großen Hoffnungsträgers für die Rettung Israels scheint endgültig vorbei.
Wir heute wissen natürlich, dass nur drei Tage später die Auferstehung folgt. Für uns ist klar: Jesus musste für die Menschen den Tod auf sich nehmen, weil sonst die rettende Auferstehung zum ewigen Leben unmöglich wäre.
Durch Jesus Christus hat Gott also nicht nur das Leben neu geschaffen und uns nach unserem irdischen die Hoffnung auf himmlisches Leben gegeben, sondern Gott hat durch Jesus Christus auch einen neuen Bund mit den Menschen geschlossen.
Das wird besonders deutlich, als Jesus noch kurz vor seinem Sterben seine Mutter und seinen Lieblingsjünger Johannes zu einer Familie vereint - also die Gottesmutter mit dem besten Freund des Menschen Jesus.
Selbst in seinem eigenen großen Todesschmerz handelt Jesus also für seine Freunde und Familie, die wir Menschen sind. Seine Liebe ist stärker als Leiden und sogar größer als der Tod. So sollen auch wir trotz aller eigenen Schmerzen und trotz des Leids in der Welt immer aus Liebe handeln, so gut wir können.
Wie kann ich in der verbleibenden Fastenzeit Werke der Liebe tun? Was hilft mir, in meinem Leben die Liebe an 1. Stelle zu setzen?

 

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12 Station

 

Ramersdorfer Kreuzweg: 11. Station

11. Station: Jesus wird an das Kreuz genagelt.

Das Ende des irdischen Lebens Jesu ist nun besiegelt, er wird festgenagelt ans Kreuz. Kein Mensch kann vom Kreuz heruntersteigen.
Aber Gott könnte das doch? Das sagen auch einige, die Jesus am Kreuz hängen sehen (vgl. Mt 39-42). Und doch: Gott tut nichts - so scheint es.
Von Anfang an aber wissen Christinnen und Christen, dass eben gerade in dieser Kreuzigung Gott handelt - für die Menschen. Er handelt aber oft unerwartet, unverständlich, unglaublich und entgegen der menschlichen Vorstellung.
Auch wir wollen Gott manchmal auf unsere Wünsche, Vorstellungen und Erwartungen festnageln. Das kann zu Enttäuschungen und Resignation führen. Das ist menschlich und mag auch vielen Jüngern Jesu so ergangen sein. Aber sie sind dort nicht stehen geblieben. Das Christentum sieht allen Anfeindungen zum Trotz das Hoffnungsvolle im Handeln Gottes, der sich selbst in Jesus Christus aufopfert - aus Liebe zu den Menschen. Darauf bezogen sagt auch Paulus: "Wir dagegen verkünden Christus als den Gekreuzigten: für Juden ein Ärgernis, für Heiden eine Torheit, für die Berufenen aber, [...] Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit." (1 Kor 1,23f)
Wo nagle ich meine Mitmenschen oder Gott fest? Wo nagle ich mich vielleicht auch selbst auf unerfüllbare Erwartungen fest? Wie kann ich mich - wie letztlich auch Jesus - von allen Nägeln, die ich in mich selbst, in andere Menschen, in Gott schlage, befreien?

 

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11 Station