Ramersdorfer Kreuzweg: 5. Station

5. Station: Simon von Cyrene hilft Jesus das Kreuz tragen.

Jesus Christus, der Sohn Gottes, ist auf dem Weg zum schändlichsten Tod, den sich ein Mensch zu seiner Zeit vorstellen konnte: Er wird am Kreuz sterben. Die meisten seiner Jünger haben ihn verlassen. Seine letzten Kräfte scheinen zu schwinden. Aber einer ist geblieben und tut alles in seiner Macht stehende, um seinem Erlöser zu helfen. Er gibt sich ganz für ihn hin.
Gerade in den schwierigsten Momenten unseres Lebens brauchen wir andere Menschen, die Kraft oder Halt geben können, die für uns da sind. Und wenn selbst Jesus sich helfen ließ, müssen wir uns bestimmt nicht schämen, Hilfe anzunehmen. Im Gegenteil, wir dürfen dankbar sein für all diejenigen, die für uns in unserem Leben da waren und da sind.
In unseren Mitmenschen können wir somit einen kleinen Funken von Gott selbst finden, der der "Ich-bin-da" ist (Ex 3,14).
Die Last mag bleiben, wenn mir jemand unter die Arme greift. Aber da ist jemand, der einen Teil des Weges mitgeht, mitträgt, in dieselbe Richtung blickt: einfach da ist. "Lass mich nicht wegschauen, Herr, wenn ich heute jemanden sehe, der fast zusammenbricht. Schenke mir den Mut, mitzugehen, seine Blickrichtung aufzunehmen und die Last mit ihm zu teilen." (Sr. M. Ancilla Röttger).

 

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