Geschichte unserer Wallfahrt

Geschichte der Kirche Maria Ramersdorf
- Erste Kirche vermutlich im 8. Jahrhdt. durch adelige Familie Rumolte in der Ansiedlung Rumoltesdorf
- Im 15. Jahrhdt. an gleicher Stelle Bau der jetzigen Kirche
- Zu Beginn der Säkularisation: Übertragung des geistlichen Grundbesitzes auf den Staat → Kapellen des Wallfahrtsweges abgerissen, Lindenallee am Ende des Wallfahrtsweges gefällt, fast alle Votivtafeln entfernt und verbrannt (wohl 5 Wagenladungen voll)
- Bis 1907: Filialkirche der Perlacher Mutterpfarrei St. Michael
- 16. Juli 1907: kirchenrechtliche Genehmigung zur Pfarreierhebung von Maria Ramersdorf
- 6. Mai 2007: Einweihung des Mariengartens innerhalb der alten Friedhofsmauer. Enthält Pflanzen, die Eigenschaften der Gottesmutter darstellen (z. B. weiße Lilie als Symbol für die Reinheit)
- Seit 1. September 2007: Pfarrverband mit St. Pius

Geschichte und Bedeutung der Wallfahrt nach Maria Ramersdorf
- Maria Ramersdorf gehört zu den ältesten Wallfahrtszielen Bayerns und ist die älteste Marienwallfahrtskirche Münchens.
- Zu Beginn des 14. Jh.: Marienbild ist Ziel vieler Wallfahrer
- Während des 14. Jh.: Wallfahrt nach Maria Ramersdorf gewinnt an Bedeutung
- 1379 schenkt Herzog Otto V., der Sohn Kaiser Ludwigs des Bayern, der Kirche die in Gold gefasste Kreuzpartikel (= Teil des wahren Kreuzes Christi).                           → Bild a und b „Kreuze“
- 1644: Münchner Bürgersfrauen lassen einen Wallfahrtsweg errichten
   → Wegstrecke: Alter Peter – Tal – über die Isar – entlang der heutigen Rosenheimer Str. – Maria Ramersdorf
   → Entlang des Weges: 16 Kapellen mit Bildern der Lebens- und Leidensgeschichte Mariens
- 1683 versprachen 7 Münchner Loderer (= Tuchmacher), eine 30-tägige Marienverehrung von Mariä Himmelfahrt (15.8.) bis zum Fest der Kreuzerhöhung (14.9.) zu initiieren, wenn Wien von der Belagerung durch die Türken befreit werde
   → Dieser so genannte „Frauendreißiger“ ist eine Doppelwallfahrt zur Mutter Gottes und zum Hl. Kreuz
- Berühmte Künstler arbeiteten für die Ausschmückung der Kirche:
   → Der Kreuzaltar an der linken Seitenwand wurde um 1482 vom Münchner Bildhauer Erasmus Grasser gefertigt
   → Die Gemälde auf der Außenseite der Altarflügel malte der Münchner Stadtmaler Jan Pollack
   → Das Gemälde der Schutzmantelmadonna an der rechten Seitenwand ist ebenfalls von Jan Pollack
   → Das Gnadenbild am Hochaltar entstand um 1660 nach Entwürfen von Constantin Pader
- Trotz Verboten und Behinderungen war Wallfahrt nie ganz unterbrochen und der Frauendreißiger findet heute noch statt.